Marnix Krop war von 2009 bis 2013 niederländischer Botschafter in Berlin, wo er den bemerkenswerten Anstieg der Bedeutung Deutschlands in Europa verfolgte und begleitete. Geboren am 2. September 1948, schloss er 1972 sein Jurastudium an der Rijksuniversiteit Groningen ab. Von 1973 bis 1975 ...
Marnix Krop war von 2009 bis 2013 niederländischer Botschafter in Berlin, wo er den bemerkenswerten Anstieg der Bedeutung Deutschlands in Europa verfolgte und begleitete.
Geboren am 2. September 1948, schloss er 1972 sein Jurastudium an der Rijksuniversiteit Groningen ab. Von 1973 bis 1975 absolvierte er ein Masterstudium in Internationalen Beziehungen in Bologna (Italien) und Washington, DC. Von 1977 bis 1985 war er bei der Wiardi Beckman Stichting in Amsterdam tätig, zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter und seit 1980 als stellvertretender Direktor. 1989 trat er in den diplomatischen Dienst ein und diente unter anderem als stellvertretender Botschafter in Frankreich (Paris) und als Botschafter in Polen (Warschau, ko-geakkreditiert in Minsk) und Deutschland (Berlin). Im Außenministerium war Krop Redenschreiber für Minister van den Broek, Direktor der Strategiedirektion und von 2002 bis 2006 als Generaldirektor für europäische Zusammenarbeit (DGES) tätig.
Mit einer Fahrradtour von fast 900 Kilometern im August 2013 – von Berlin nach Wassenaar – verabschiedete sich Marnix Krop auf typisch niederländische Weise von seinem letzten „Land“ und gleichzeitig von der niederländischen Diplomatie.
Derzeit arbeitet er als selbstständiger Berater und Publizist (KropPBA). Darüber hinaus ist er Fellow am Clingendael Institut in Den Haag und am Deutschland-Institut der Universität Amsterdam. Er ist Mitglied des Aufsichtsrats verschiedener kultureller Einrichtungen und hat kürzlich ein Buch über Deutschland und Europa geschrieben, das noch in diesem Monat erscheint.
In seinen Vorträgen spricht der Botschafter a.D. auf fesselnde Weise über die Eurokrise, Deutschlands (führende) Rolle innerhalb und außerhalb der Europäischen Union sowie über die deutsch-niederländischen Beziehungen in Politik, Wirtschaft, Kultur (und im Fußball). Durch seine langjährige Erfahrung in Führungspositionen ist Führung für den ehemaligen Botschafter ein selbstverständliches Thema.