©Walter Kallenbach
Jan Latten ist bekannt als Demograf der Universität Amsterdam und als ehemaliger Moderator des CBS. Seine Erfahrung in der Forschung zu sozialen und demografischen Trends macht ihn zu einem gefragten Experten in den Medien. In seinen Präsentationen gelingt es ihm, mit zurückhaltendem Humor ...
Jan Latten ist bekannt als Demograf der Universität Amsterdam und als ehemaliger Moderator des CBS. Seine Erfahrung in der Forschung zu sozialen und demografischen Trends macht ihn zu einem gefragten Experten in den Medien. In seinen Präsentationen gelingt es ihm, mit zurückhaltendem Humor seinen Zuhörern eine klare Sicht auf gesellschaftliche Entwicklungen zu vermitteln. Unverblümt zeigt er, welche Rolle sie dabei selbst spielen. Die Volkskrant bezeichnete ihn kürzlich als bekanntesten Demografen des Landes.
Seine Antrittsvorlesung „Schwanger von Segregation“ sorgte 2005 für Schlagzeilen. In „Liebe à la Carte“, veröffentlicht 2007, deutete er die demografischen Ereignisse für die breite Öffentlichkeit. Mit dem Bericht „Das Neue Wachstum heißt Schrumpfung“ lenkte er 2009 die Aufmerksamkeit des damaligen Ministers Van der Laan auf die regionale Bevölkerungsabnahme. Heute konzentriert er sich mehr auf Essays in Zeitungen oder Zeitschriften, darunter Elsevier, oder Kolumnen auf Stadszaken.nl. Sein Aufruf, über das Bevölkerungswachstum nachzudenken – in einem Essay in Elsevier von September 2018 – wurde ausführlich im Parlament diskutiert. Er zieht Verbindungen zwischen unserem sich verändernden Lebenslauf und der Zukunft. Latten ist regelmäßig zu Gast in der Radiosendung Spraakmakers auf Radio1.
Jan Latten ist emeritierter Professor für Demografie und ehemaliger Hauptdemograf des Centraal Bureau voor de Statistiek (CBS). Er forscht zu Trends in der Haushalts- und Familienbildung und deutet die sozialen und räumlichen Folgen davon. Damit bewegt er sich explizit an der Schnittstelle von sozialer und demografischer Zukunftsforschung. In seinem aktuellen Buch „KEINE PANIK – Liebe und Glück im 21. Jahrhundert“ erklärt er, warum mehr denn je Menschen allein wohnen werden. Geborgenheit wird häufiger in neuen Wohn- und Lebensformen gesucht.
In seinen Präsentationen konzentriert sich Jan Latten auf den sich verändernden Zeitgeist: das Aufkommen des großen ICH, Flexibilisierung im Lebenslauf, das Aufkommen von Superpaaren, zunehmende Existenzunsicherheit für Zurückgebliebene und Millennials, die Bedeutung der Alterung und die sich verändernde Wohnnachfrage im Allgemeinen. Trends wie Urbanisierung, demografische Schrumpfung, Segregation und zunehmende Kontraste werden dabei entschlüsselt.