© Liza Kollau
Samya bewegt sich mühelos zwischen verschiedenen kulturellen und sozialen Kontexten. Als Rednerin und Gesprächsleiterin reduziert sie Komplexität auf das Wesentliche, mit Blick auf Menschlichkeit, Schärfe und gegenseitiges Verständnis.
Samya Ghilane ist Schauspielerin, bekannt aus der Erfolgsserie Oogappels, und hat zudem in verschiedenen Filmen, Serien und Theateraufführungen gespielt. Durch ihre jahrelange Arbeit auf der Bühne und vor der Kamera entwickelte sie ein scharfes Gespür für Struktur, Timing und zwischenmenschliche Dynamik – Fähigkeiten, die sie nicht nur in ihrer künstlerischen Arbeit, sondern auch in der Moderation von Gesprächen und Veranstaltungen einsetzt.
Ihr Talent, schnell verschiedene Perspektiven zu durchdringen, hat seinen Ursprung in ihrem persönlichen Hintergrund als Tochter eines marokkanisch-islamischen Vaters und einer niederländisch-jüdischen Mutter. Mit einer starken marokkanischen Identität, aufgewachsen im überwiegend weißen Zaandam, lernte sie früh, wie unterschiedlich Menschen die Welt erleben. Was einst als ‚anders sein‘ empfunden wurde, bildet nun den Kern ihrer beruflichen Stärke: scharfes Zuhören, Nuancen erkennen und Raum für verschiedene Perspektiven schaffen.
Diese Qualitäten kommen deutlich in ihren gesellschaftlichen und künstlerischen Projekten zum Ausdruck. Samya arbeitete beispielsweise im Auftrag der literarischen Stiftung SLAA mit marokkanischen Frauen aus dem Amsterdamer Diamantviertel, wobei sie ihre Gespräche in einen Theatertext für die Nachbarschaft übersetzte. Der Prozess drehte sich um Vertrauen, Repräsentation und den sorgfältigen Umgang mit Geschichten – Prinzipien, die sie auch in ihrer Arbeit als Moderatorin und Tagungsleiterin anwendet.
Neben ihrer Schauspielerei schreibt Samya an einem Roman, der auf der Geschichte ihrer jüdischen Großmutter im Untertauchen basiert. In diesem Projekt untersucht sie, wie unsichtbare Geschichte in der Gegenwart wirkt und wie Bewusstwerdung zu Resilienz, Verbindung und Führung beitragen kann.
Samya bewegt sich mühelos zwischen verschiedenen kulturellen und sozialen Kontexten. In Projekten wie einem Podcast mit ihrer marokkanischen Halbschwester und ihrem Engagement für Geschlechtergerechtigkeit und Repräsentation in Film und Medien macht sie strukturelle Ungleichheit und Inklusionsfragen ansprechbar. Als Rednerin und Gesprächsleiterin reduziert sie Komplexität auf das Wesentliche, mit Blick auf Menschlichkeit, Schärfe und gegenseitiges Verständnis.