Em. Prof. Dr. Mark Eyskens ist Ökonom und belgischer Staatsminister. Er wurde 1956 mit größter Auszeichnung Doktor der Rechte an der Katholischen Universität Leuven, Baccalaureus – ebenfalls mit größter Auszeichnung – in der Philosophie und 1962 Doktor der Wirtschaftswissenschaften, ...
Em. Prof. Dr. Mark Eyskens ist Ökonom und belgischer Staatsminister. Er wurde 1956 mit größter Auszeichnung Doktor der Rechte an der Katholischen Universität Leuven, Baccalaureus – ebenfalls mit größter Auszeichnung – in der Philosophie und 1962 Doktor der Wirtschaftswissenschaften, ebenfalls in Leuven. Er erwarb seinen Master of Arts in Economics an der Columbia University in New York. Eyskens war zwischen 1976 und 1992 Minister für Entwicklungszusammenarbeit, Wirtschaftsangelegenheiten, Finanzen und Auswärtige Angelegenheiten in dreizehn aufeinanderfolgenden Kabinetten. 1981 war er acht Monate lang der 61. Premierminister von Belgien. Seine Regierung fiel nach einem Konflikt über die Finanzierung der wallonischen Stahlindustrie. Darüber hinaus lehrte er 35 Jahre an der KULeuven. Eyskens ist ein gewandter, mehrsprachiger und humorvoller Redner und hat seit 1962 51 Bücher und Veröffentlichungen verfasst.
„In einer zivilisierten Demokratie muss Autorität wichtiger sein als Macht. Die Bevölkerung muss auch in sogenannten Machthabern autoritative Menschen sehen können, die zudem eine moralische Autorität ausstrahlen“, sagt der christdemokratische, belgische Staatsminister Mark Eyskens (CD&V). „Macht muss sich in der Gesellschaft zu Autorität entwickeln, denn selbst wenn Macht demokratisch legitimiert ist, reicht das nicht aus. Macht ist ein politisches, militärisches und fast physisches Konzept, das auf primitive Zeiten zurückgeht, in denen der stärkste Mann im Stamm zugleich die dominante Person war.”
Als Autor von mehr als 1000 Artikeln und 51 Büchern (3 Romane und ein Gedichtband) ist Eyskens auch Maler und hat zahlreiche Ausstellungen gehalten. In seinem 51. Buch „Macht und Autorität“, das im April 2013 an seinem achtzigsten Geburtstag präsentiert wurde, sucht Eyskens danach, wo Macht und Autorität im einundzwanzigsten Jahrhundert wirklich liegen, und diskutiert er politisch innovative Ideen.
Das Publikum, das Eyskens während seiner Vorträge trifft, ist an der aktuellen Lage interessiert. Die finanziellen und wirtschaftlichen Krisen und wie wir damit umgehen. „Ich stelle das in einen breiteren geschichtlichen Kontext, mit dem Blick auf die Zukunft. Wenn wir betrachten, wie wir Europa nach dem Zweiten Weltkrieg aus den Trümmern herausgeholt und aufgebaut haben, bin ich optimistisch. Es gibt seit fast siebzig Jahren Frieden zwischen europäischen Ländern, was seit Julius Caesar nicht mehr vorgekommen ist. Der Wohlstand hat sich in dieser Zeit versechsfacht und die Lebensdauer der Bevölkerung hat sich um 25 Jahre verlängert. Die Welt hat sich total verändert und in großem Maße zum Guten. Was die Zukunft betrifft, denke ich, dass Europa im Bereich Innovation konkurrieren muss. Das ist von wesentlicher Bedeutung und anregend.”