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Sie hält einen Spiegel vor, regt zur Reflexion an und das Allerwichtigste: Sie schafft eine Atmosphäre, in der man den Mut hat, die Wahrheit zu sagen, so schwierig das manchmal auch ist.
Kitty Nooy fordert Sie heraus, das Gespräch über die Bedeutung von Integrität und ethischer Führung in Organisationen zu führen. Sie teilt ihre Erfahrungen und diskutiert mit Ihnen darüber, wo Sie als Mitarbeiter und/oder Führungskraft im Bereich der ethischen Führung und des ‚Mutes, die Wahrheit zu sprechen‘ stehen.
Nach der Raio-Ausbildung (Richterlicher Beamter in Ausbildung) arbeitete Kitty als (Presse-)Staatsanwältin in Dordrecht und Den Haag, als Generalstaatsanwältin der Polizeiregion Hollands Midden und war acht Jahre lang nationale Portfoliomanagerin für Integrität bei der Staatsanwaltschaft.
Authentizität, Mut, Zugänglichkeit, Einfühlungsvermögen und vor allem Menschenkenntnis waren notwendig, um – in diesen Funktionen – den Unterschied machen zu können.
Um das Jahr 2000 wurde sie in ihrer Funktion als Staatsanwältin bedroht und musste für kurze Zeit mit ihrer Familie im Ausland leben. Eine einschneidende Erfahrung, die ihre Unabhängigkeit und persönliche Tapferkeit weiterentwickelt hat.
Der Umgang mit und die Kommunikation rund um die Krise, die nach dem Schussvorfall am 9. April 2011 in Alphen aan den Rijn entstand, brachten ihr viele positive Reaktionen ein. Sie wurde für den Medienpreis 2011 nominiert und stand in der Top 10 des Magazins Opzij der 100 mächtigsten Frauen in der Kategorie Justiz und öffentliche Ordnung. Die Volkskrant beschrieb sie als jemanden „mit Blick fürs Detail und abgeneigt von hochtrabender Sprache“.
Ab 2010 entwickelte sie im Auftrag des Kollegiums der Generalstaatsanwälte als Portfoliomanagerin für Integrität eine neue Integritätspolitik für die Staatsanwaltschaft. Wichtige Säulen waren dabei das Büro für Integrität, intern ausgebildete Ermittler, Vertrauenspersonen für Integrität und die Beratungskommission zur Abwicklung von Integritätsvorfällen. Diese neue Politik blieb nicht unbemerkt: 2013 wurde sie von GRECO (Group of States against Corruption, eine Vertragsorganisation unter dem Dach des Europarats) gebeten, diese Integritätspolitik als Best Practice in Straßburg zu präsentieren.
Dass die Existenz eines soliden Integritätssystems und formaler Verfahren – die sogenannte ‚harte Seite‘ der Integrität – unzureichend ist, zeigte sich in der Veröffentlichung des Fokkens-Berichts. In diesem Bericht werden mehrere Integritätsverletzungen anerkannt, die durch den Einsatz und die Arbeit von Kitty aufgedeckt wurden, und der Staatsanwaltschaft wird ein Mangel an ethischer Führung vorgeworfen.
Mit derselben Leidenschaft und dem Enthusiasmus, mit dem sie jahrelang den Einfluss von Haltung und Verhalten (weiche Seite der Integrität) zum Gesprächsthema gemacht hat, berät und inspiriert sie nun Führungskräfte/Mitarbeiter. Sie hält einen Spiegel vor, regt zur Reflexion an und das Allerwichtigste: Sie schafft eine Atmosphäre, in der man den Mut hat, die Wahrheit zu sagen, so schwierig das manchmal auch ist.