© Francois Luxembourg
Damiaan Denys ist auf die Behandlung von Patienten mit Angst- und Zwangsstörungen spezialisiert und leistet bahnbrechende Arbeit in der Anwendung von tiefen Hirnstimulation.
Damiaan Denys arbeitet als Philosoph, Psychiater und Psychotherapeut und ist als Professor für Psychiatrie an der Universität von Amsterdam (UvA) berufen. Er war 18 Jahre lang Leiter der Abteilung für Psychiatrie am AmsterdamUMC und hat mehr als 500 wissenschaftliche Artikel veröffentlicht.
Er pionierte die Forschung zu Zwangsstörungen, tiefer Hirnstimulation und erhielt 2020 den IgNobelpreis für seine Beschreibung von Misophonie. Seit 2024 leitet er Lemon Tree, ein unabhängiges und interdisziplinäres Zentrum, das Forschung an der Schnittstelle von Psychiatrie, Psychotherapie und Philosophie betreibt und Teil des Institute for Advanced Study (IAS) der Universität von Amsterdam ist.
Neben der Wissenschaft widmet sich Denys breiteren gesellschaftlichen Fragen rund um Angst, Kontrolle, Glück, Normalität und Sinngebung. 2015 schrieb und spielte er ein Theatermonolog über Angst, der durch die Niederlande und Belgien tourte.
Denys ist in den Medien bekannt für seine ehrlichen Fragen und mutigen Standpunkte in komplexen Debatten. Sein Buch ‘Das Defizit des Überflusses, das Paradox der psychischen Gesundheit‘ (2021) bietet eine eindringliche Analyse unserer ungesunden Beziehung zu psychischen Erkrankungen. Sein neuestes Buch, ‘Psychotherapie in Bewegung, die Kunst der Boxpsychotherapie‘ (2023), beschreibt die Verwendung von Boxen in der Psychotherapie.