Geboren in Narbonne, begann Camille Lacourt im Alter von 5 Jahren in La Cabanasse mit dem Schwimmen, „um seinem Vater beim Angeln zu folgen…“. Dort traf er Richard Martinez, der bis 2006 sein Trainer blieb. In diesem Jahr trat er der renommierten Gruppe unter der Leitung von Philippe Lucas in ...
Nachdem er für die im Frühjahr 2008 in Eindhoven geplanten Europameisterschaften abgesagt hatte und eine olympische Qualifikation gescheitert war, beschloss Camille Lacourt, Philippe Lucas zu verlassen, dessen Trainingsgruppe sich allmählich auflöste. Nach einer Phase, die auf die Grundlagenarbeit in Canet-en-Roussillon ausgerichtet war, wollte er in einem spielerischeren und kollektiveren Umfeld trainieren. Er wechselte zu Romain Barnier im Cercle des Nageurs de Marseille.
Dieser Wechsel erweist sich schnell als vorteilhaft: 2009 gewinnt er in einem kleinen Becken in Angers zwei Titel des französischen Meisters und bricht zudem die französischen Rekorde über 50 m und 100 m Rücken.
Das Jahr 2010, geprägt von der Rückkehr zu Textilien und dem Verbot von Anzügen, bricht mit den beiden vorhergehenden Saisons und führt zu einem allgemeinen Rückgang der Leistungen. Camille Lacourt passt sich jedoch perfekt an diesen neuen Kontext an. Bei den französischen Meisterschaften in Saint-Raphaël verbessert der Rückenspezialist zweimal seinen persönlichen Rekord und bringt ihn auf 53’’29. Im selben Jahr gewinnt er drei Goldmedaillen bei den Europameisterschaften im großen Becken in Budapest (50 m Rücken, 100 m Rücken und 4×100 m Lagen).
2011 wird Camille Lacourt bei den Weltmeisterschaften in Shanghai Vizeweltmeister über 50 m Rücken und Weltmeister über 100 m Rücken.
Seine nationale Bilanz ist ebenso beeindruckend: 17 Medaillen bei den französischen Meisterschaften im kleinen Becken (6 Gold, 5 Silber und 6 Bronze) und 13 Medaillen im großen Becken (8 Gold, 2 Silber und 3 Bronze).
Über seine sportlichen Qualitäten hinaus ist Camille Lacourt für seine soziale Kompetenz und sein Kommunikationsgeschick bekannt. Er wurde 2011 von der Europäischen Schwimmvereinigung zum europäischen Schwimmer des Jahres gewählt und hat auch seine Erfahrungen bei Fachkonferenzen geteilt.
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