Reni de Boer hat im Juni 2007 an der Miss-Wahl teilgenommen. Dies ist eine Liveshow im Fernsehen, in der Mädchen mit einer Behinderung um den Titel Miss Deutschland 2007 kämpfen. Reni hat die Wahl gewonnen und ist dadurch auch Botschafterin Unbegrenzt Niederlande geworden. In dieser Funktion hat ...
Reni de Boer hat im Juni 2007 an der Miss-Wahl teilgenommen. Dies ist eine Liveshow im Fernsehen, in der Mädchen mit einer Behinderung um den Titel Miss Deutschland 2007 kämpfen. Reni hat die Wahl gewonnen und ist dadurch auch Botschafterin Unbegrenzt Niederlande geworden. In dieser Funktion hat sie ein Jahr lang auf die Belange von Menschen mit Behinderungen und/oder chronischen Krankheiten aufmerksam gemacht. Ihr wichtigstes Anliegen in diesem Jahr war: Keine Gefälligkeiten, sondern Rechte!
Reni wurde 1980 in Scheveningen geboren. Im Alter von siebzehn Jahren wurde sie krank und 2004 wurde die Diagnose Multiple Sklerose gestellt. MS ist eine Erkrankung des Gehirns und des zentralen Nervensystems. Bei Reni äußert sich die Krankheit in Energiemangel und einigen anderen Problemen, darunter Schwierigkeiten beim Gehen, weshalb sie im Rollstuhl sitzt. Sie sieht dies nicht als Grund, nicht am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen oder nicht dazu beizutragen. Reni ist der Meinung, dass die Gesellschaft noch viel zu unzugänglich für Menschen mit Behinderungen ist, und das war einer der Gründe, warum sie an der Miss-Wahl teilgenommen hat. Bevor sie an der Miss-Wahl teilnahm, studierte Reni einige Jahre Kunstgeschichte an der Universität Leiden und Technische Verwaltungswissenschaften an der Technischen Universität Delft.
Während ihres Jahres als Botschafterin Unbegrenzt Niederlande hat Reni verschiedene Fernsehauftritte gemacht (u.a. bei Jensen, De zomer draait door, Eenvandaag) und viele Interviews gegeben. Außerdem hat sie die Schülertour moderiert, Vorträge gehalten, an Debatten teilgenommen und war Gastgeberin. Reni ist eine sehr engagierte Rednerin und motiviert die Menschen, über Vielfalt in der Gesellschaft und in Unternehmen nachzudenken. Um Möglichkeiten zu sehen und nicht auf Unmöglichkeiten zu schauen.