Über
Mayada El-Zoghbi
Mayada El-Zoghbi ist eine Führerin im Bereich Technologie und gesellschaftlicher Wirkung, mit mehr als 20 Jahren Erfahrung an der Schnittstelle von Innovation, Entwicklung und globaler Politik. Sie ist Autorin, Rednerin und Vordenkerin, mit einem Fokus darauf zu verstehen, wann Technologie Menschen mitnimmt — und wann sie sie gerade ausschließt.
Nach 11 Jahren bei der Weltbank und mehr als 15 Jahren in Führungspositionen bei globalen Denkfabriken und Beratungsorganisationen bringt Mayada tiefgehende Expertise mit, wie aufkommende Technologien inklusives Wachstum fördern können. Ihre Arbeit konzentriert sich auf Chancen, bei denen Innovation neue Lösungen für unterversorgte Gemeinschaften bieten kann, mit besonderem Augenmerk darauf, fortschrittliche Technologie in greifbare Auswirkungen in der Praxis zu übersetzen.
Mit einem globalen Netzwerk, das Afrika, Europa, den Nahen Osten, Lateinamerika und Asien umfasst, spricht Mayada über die Zukunft der inklusiven digitalen Entwicklungsarbeit, verantwortungsvolle Innovation und wie Technologie einige der dringendsten globalen Herausforderungen angehen kann, während Risiken für gefährdete Gruppen minimiert werden.
1. Inklusive Finanzen
Finanzdienstleistungen bilden das Rückgrat jeder Wirtschaft. Da das Finanzsystem zunehmend digitalisiert wird und neue Akteure wie Fintechs und E-Commerce-Unternehmen Finanzdienstleistungen integrieren, ist es entscheidend, dass politische Entscheidungsträger und Finanzdienstleister verstehen, welche Auswirkungen diese Veränderungen auf Einzelpersonen, Unternehmen und das Finanzsystem als Ganzes haben.
Digitale Finanzen bieten enorme Chancen, das System auf bisher unterversorgte Gemeinschaften auszuweiten. Gleichzeitig beschleunigt die Digitalisierung die Verbreitung von Betrug und Scams. Entscheidungsträger und Dienstleister müssen darüber nachdenken, was erforderlich ist, um Verbraucher und Unternehmen zu schützen und die Stabilität des Finanzsystems zu gewährleisten.
2. Inklusive digitale Entwicklung
Die digitale Entwicklung schreitet überall rasant voran, aber viele Gruppen bleiben zurück. Obwohl im Jahr 2022 bereits 5,3 Milliarden Menschen das Internet nutzten, war dies nur einer von vier Menschen in Ländern mit niedrigem Einkommen (World Bank Group).
Weltweit sind noch 2,7 Milliarden Menschen nicht mit dem Internet verbunden (Internet Society). Inklusive digitale Entwicklung erfordert, dass politische Entscheidungsträger, Unternehmen und die Zivilgesellschaft die Herausforderungen verstehen, denen verschiedene Gruppen beim Zugang zu Technologie und deren tatsächlicher Nutzung gegenüberstehen. Mayada kann darüber sprechen, wie diese Interessengruppen die Bedürfnisse verschiedener Gruppen in der Gesellschaft berücksichtigen können, damit jeder vollständig an der digitalen Entwicklung teilnehmen kann.
3. Das Plattform-/digitale Ökosystem und inklusive Teilnahme
Dieses Thema behandelt Inklusion in der digitalen Wirtschaft. Mayada diskutiert, wie die aktuelle Entwicklung der digitalen Entwicklung zur Konzentration von Macht bei Plattformunternehmen führt und was erforderlich ist, um ein gleiches Spielfeld zu schaffen, damit sowohl Menschen als auch Unternehmen vollständig teilnehmen und profitieren können.
4. Finanzielle Inklusion von Frauen und digitale Entwicklung
Trotz erheblicher Fortschritte in vielen Entwicklungsländern bleiben Frauen hinter ihren männlichen Gegenstücken zurück. Weltweit haben Männer eine 21% höhere Wahrscheinlichkeit, online zu sein als Frauen (Mozilla Foundation). Die Ursachen sind vielfältig: Verfügbarkeit, Erschwinglichkeit, Geschlechternormen, digitale Kompetenz und andere Faktoren. In Ländern wie Indien besitzen nur 25% der Frauen ein Mobiltelefon, verglichen mit 41% der Männer (Times of India).
Wer ein Mobiltelefon besitzt, profitiert häufiger von der digitalen Wirtschaft, wie Sicherheit in der Gemeinschaft, Zugang zu Informationen und Kontakt mit Familie und Freunden. Ein Telefon öffnet auch die Tür zu Finanzdienstleistungen, wodurch Frauen eine digitale Kredithistorie aufbauen und Zugang zu Krediten, Regierungsprogrammen und anderen Formen der Anerkennung erhalten. Mayada diskutiert, was politische Entscheidungsträger und Unternehmen tun können, um Frauen vollständig an der Wirtschaft teilnehmen zu lassen.
5. Mikro-, kleine und mittlere Unternehmen (MKMU)
MKMUs repräsentieren in den meisten Entwicklungsländern mehr als 80% des Arbeitsmarktes. Sie sind entscheidend für das Einkommen vieler Haushalte, aber viele Unternehmen bleiben informell und haben keinen Zugang zu Finanzierung. Mayadas Forschung untersucht, was MKMUs benötigen, um Technologie zu übernehmen und von der digitalen Wirtschaft zu profitieren.