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Erik Scherder ist Professor für Klinische Neuropsychologie und Leiter der gleichnamigen Abteilung an der Vrije Universiteit in Amsterdam.
Erik Scherder ist Professor für Klinische Neuropsychologie und Leiter der gleichnamigen Abteilung an der Vrije Universiteit in Amsterdam. Außerdem ist er Professor für Bewegungswissenschaften an der Rijksuniversiteit Groningen. Beide Universitäten verliehen ihm den Lehrpreis, der unter anderem von den Studierenden bestimmt wurde. Er wird als begeisterter Redner beschrieben, seine Forschung konzentriert sich insbesondere auf die positiven Effekte von Bewegung auf die Funktionsweise unseres Gehirns.
Erik Scherder hielt im April 2015 auch eine Reihe von 3 Vorlesungen während der DWDD University über das Gehirn. Er gewann mehrfach den VU Lehrpreis. Die Jury schrieb unter anderem: Erik ist einer der wenigen Dozenten, bei denen die Studierenden nahezu alle Vorlesungen besucht haben. Wie unterhaltsam der Vorabend auch war, wie spät es auch geworden ist, die Vorlesungen von Scherder lässt man nicht aus.
Er absolvierte Ende der 1970er Jahre die Ausbildung zum Physiotherapeuten und war anschließend in der Valeriusklinik in Amsterdam tätig.
Danach studierte er an der Vrije Universiteit Amsterdam Psychologie mit einer Spezialisierung in Neuropsychologie, in der er 1995 promovierte. Im Jahr 2002 wurde er zum außerordentlichen Professor an derselben Universität ernannt. Danach folgte eine Ernennung zum Professor für Bewegungswissenschaften an der Rijksuniversiteit Groningen (RuG). Einige Jahre später kehrte er an die VU in Amsterdam zurück, wo er seitdem als Professor die Abteilung für Klinische Neuropsychologie leitet.
Im Jahr 2013 wurde er eingeladen, an der Universität von Nederland mitzuarbeiten. In der Folge erhielt er Einladungen für De Wereld Draait Door und 2015 auch für drei Episoden der DWDD University, in denen die Funktionsweise und Störungen/Erkrankungen des Gehirns im Mittelpunkt standen. 2014 erschien auch sein Buch „Laat je hersenen niet zitten“, das den Einfluss von Bewegung auf das Gehirn beschreibt.
2016 erhielt Scherder den Betto Deelman Preis für seine außergewöhnlichen Verdienste als Neuropsychologe und seinen Beitrag zum Fachgebiet der Neuropsychologie in den Niederlanden. 2017 wurde Erik Scherder zum Offizier im Orden von Oranje-Nassau ernannt. Außerdem erschien auch sein Buch „Singing in the brain“, über den Einfluss von Musik auf unser Gehirn. 2018 wurde Erik Scherder zum Mitglied des niederländischen Sportrates ernannt.
Erik Scherder leitet das Forschungsprogramm Neuropsychologie neurodegenerativer Erkrankungen an der VU. Unter diesem Programm fallen mehrere Forschungsbereiche.
Neben dem Thema Bewegung interessiert sich Scherder auch für den Einfluss von Musik auf verschiedene kognitive Prozesse. So war er unter anderem an einer Studie über den Einfluss von Musikunterricht auf die intellektuellen Fähigkeiten von Kindern beteiligt und an einer Untersuchung, bei der der Einfluss von Rapmusik auf die Emotionen von Jugendlichen untersucht wurde. Er sprach auch über dieses Thema während einer Vorlesung für die Universität von Nederland und bei speziellen „Konzertvorlesungen“ unter anderem im Koninklijk Concertgebouw in Amsterdam. 2017 veröffentlichte er auch ein Buch zu diesem Thema mit dem Titel „Singing in the brain“.
Im Jahr 2021 verlieh die Open Universiteit Prof. Dr. Erik Scherder einen Ehrendoktor. Er erhielt den Ehrendoktor aufgrund seiner großen Verdienste als Brückenbauer zwischen Wissenschaft und Gesellschaft.
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