Bernard Benattar, Psychosozialwissenschaftler und Arbeitsphilosoph, Gründer des Europäischen Instituts für Praktische Philosophie.Nach Abschlüssen in Philosophie und Psychosozialwissenschaft erweitert er sein Wissen durch eine Ausbildung in der systemischen Methode der Palo-Alto-Schule, in ...
Bernard Benattar, Psychosozialwissenschaftler und Arbeitsphilosoph, Gründer des Europäischen Instituts für Praktische Philosophie.
Nach Abschlüssen in Philosophie und Psychosozialwissenschaft erweitert er sein Wissen durch eine Ausbildung in der systemischen Methode der Palo-Alto-Schule, in Mediation und Theater (Roy Hart Theater sowie mit Augusto Boal).
Seine zahlreichen Einsätze in Unternehmen aus sehr unterschiedlichen Bereichen (Bildung, IT-Dienstleistungen, öffentliche Verwaltung, Lebensmittelindustrie) führen ihn dazu, die Rolle des „Vermittlers“ zwischen den verschiedenen Berufen im Unternehmen (Funktionen, Sektoren) noch mehr zu bevorzugen als die des Beraters.
Seine Praxis der Moderation von „Café-Philo“ (in Avignon, seit 1995) motiviert ihn, den philosophischen Dialog in die Unternehmenswelt einzuführen. So gründet er 2005 das Europäische Institut für Praktische Philosophie.
Dank seiner Leidenschaft für angewandte Philosophie entwickelt er einen originellen Ansatz für Beratung, Ausbildung und interkulturelle Mediation: Er verbindet philosophische Dialoge und die darstellenden Künste mit den operativen Anforderungen, den Herausforderungen der Berufe und Organisationen.
Diese „praktische Philosophie“ sucht nach einer Vereinbarkeit zwischen menschlicher Bedingung und operativen Imperativen. Indem sie den Austausch von Erfahrungen und den Dialog in den Mittelpunkt ihrer Vorgehensweise stellt, hat er zahlreiche Debatten über gemeinsame Werte und Ethik moderiert und begleitet weiterhin Organisationen beim Aufbau ihrer Personalpolitik (Lebensqualität am Arbeitsplatz, Management psychosozialer Risiken, ethische Positionierung usw.), um der kollektiven Handlung (neu) Sinn zu geben und gemeinsam über ihren Zweck nachzudenken.
Für ihn bedeutet es, am Arbeitsplatz zu philosophieren, über die Arbeit zu philosophieren, für die Arbeit zu philosophieren, gemeinsam die Philosophie der Arbeit und der Organisation, persönliche Überzeugungen und berufliche Praktiken zu hinterfragen, den Sinn des Berufs neu zu beleben, gemeinsame Werte und Visionen zu entwickeln, operative Imperative mit dem Sinn des Handelns in Einklang zu bringen, sich mit sich selbst und anderen abzustimmen. Es bedeutet auch, seine Zweifel oder Überzeugungen weiter zu teilen, Vorurteile zu hinterfragen, voneinander zu lernen, sich zu wundern, um besser zu handeln.