© Walter Kallenbach
Michelle van Stijn begleitet nicht nur Abteilungen, sondern auch Geschäftsführungs- und Managementteams dabei, ihr volles Potenzial zu erreichen. Sie versteht die subtilen Nuancen zwischen sich gut und schlecht fühlen und wie dies Verhalten und Kommunikation am modernen Arbeitsplatz beeinflusst.
Mit über 34 Jahren Berufserfahrung in allen Ebenen von Organisationen weiß Michelle van Stijn, wie Veränderung sich wirklich anfühlt. Sie war die Mitarbeiterin, die erfolgreiche Zeiten erlebte, aber auch Phasen des Kämpfens. Sie war die Managerin, die Teams motivieren konnte, aber auch Fehler machte. Sie war die Direktorin, die Erfolge feierte und auch große Misserfolge erlebte. Das macht, dass Michelle alle Phasen von Arbeit und Menschen von innen heraus versteht, vom Boden bis zum Vorstandszimmer.
Seit über 23 Jahren nimmt sie Führungspositionen ein, von denen der größte Teil kommerziell und auf Direktionsebene ist. Darüber hinaus arbeitet sie mittlerweile auch als selbstständige zertifizierte Trainerin und Coach, in der sie in den letzten Jahren Tausende von Menschen und Hunderte von Gruppen begleitet hat. In ihren Interim-Aufträgen kombinierte sie kommerzielle Direktorverantwortung mit HR-Führung. Was ihr dabei immer wieder auffiel: In der Praxis hörte sie die gleichen Herausforderungen, die sie auch als Trainerin und Coach erlebte.
Sie begann in der Zeit von Ordnern und Schreibmaschinen, machte den Übergang zu MS-DOS, sah den Aufstieg des Internets und den Wandel von Printmarketing zu digitalem Marketing. Immer wieder wurde gerufen: „Das wird alte Funktionen überflüssig machen.“ Aber die Realität zeigte jedes Mal etwas anderes. Innerhalb dieser Fachgebiete kamen tatsächlich mehr Funktionen und mehr Chancen hinzu.
78% der Organisationen nutzen mittlerweile KI in mindestens einer Funktion, und 65% arbeiten bereits mit generativer KI. Aber unter der Haube gibt es Probleme:
– 95% der KI-Projekte liefern keinen nachhaltigen Wert.
– 85% der Implementierungen scheitern aufgrund mangelnder Akzeptanz, Beteiligung oder klarer Führung.
– Nur 32% der Unternehmen bieten KI-Training an, während 59% der Mitarbeiter inzwischen „Shadow AI“ nutzen – oft mit sensiblen Daten.
Mitarbeiter sind nicht KI-müde, sie sind entwicklungs-müde und suchen nach dem Wie. Das liegt nicht nur an der KI. Es liegt daran, dass viele Organisationen in hohem Tempo Projekte und angepasste Strategien oder Ziele umsetzen, bei denen immer wieder etwas Neues von den Mitarbeitern verlangt wird.
Laut Gartner erlebt 74% der Mitarbeiter Veränderungsmüdigkeit: Sie haben genug davon, sich ständig an etwas Neues anzupassen. Die Krankheitsquote liegt strukturell über 5%, und im vergangenen Jahr haben etwa 30% der Niederländer sich um eine andere Stelle beworben. Warum? Weil sich die Menschen in ihrem aktuellen Arbeitsumfeld nicht mehr gesehen, gehört oder einbezogen fühlen.
KI verspricht Effizienz, aber unter der Oberfläche lebt etwas anderes:
– 49% der Mitarbeiter haben Angst, dass KI ihren Job oder ihre Aufgaben ersetzt.
– Nur 21% fühlen sich wirklich mit ihrer Arbeit verbunden (Gallup, 2024).
Organisationen investieren in Tools, Lizenzen und Pilotprojekte, vergessen aber oft das entscheidende Element: den Menschen, der damit arbeiten und darin wachsen und sich entwickeln muss.