Laurent Mucchielli ist ein international renommierter Soziologe, dessen Arbeiten zu den verschiedenen Formen von Kriminalität, dem Sicherheitsgefühl, den öffentlichen Präventions- und Sicherheitsmaßnahmen sowie der medialen und politischen Konstruktion von Ängsten maßgeblich sind.Er hat 1996 ...
Laurent Mucchielli ist ein international renommierter Soziologe, dessen Arbeiten zu den verschiedenen Formen von Kriminalität, dem Sicherheitsgefühl, den öffentlichen Präventions- und Sicherheitsmaßnahmen sowie der medialen und politischen Konstruktion von Ängsten maßgeblich sind.
Er hat 1996 seine Doktorarbeit an der École des Hautes Études en Sciences Sociales verteidigt und 2004 seine Habilitation zur Leitung von Forschungsarbeiten an der Universität Paris 1-Sorbonne erhalten. Er ist heute Forschungsdirektor am CNRS, Dozent an der Universität Aix-Marseille sowie an der École Nationale de la Magistrature. Er hat das regionale Observatorium für Kriminalität und soziale Kontexte (ORDCS) in der Region Provence-Alpes-Côte-d’Azur gegründet und leitet es.
Mehrere seiner Werke sind zu Klassikern geworden und haben die soziale und politische Debatte erhellt: Gewalt und Unsicherheit. Fantasien und Realitäten in der französischen Debatte (2001), Kriminalität und Sicherheit: der Stand des Wissens (2002), Wenn die Vororte brennen. Rückblick auf die Unruhen im November 2005 (2006), Gendarmen und Diebe (2007), Die Gewalt der Jugendlichen in Frage (2009), Die Erfindung der Gewalt. Ängste, Zahlen, Fakten (2011).
Er hat die Reihe „Gesellschaftliche Fragen“ im Verlag Champ social gegründet und leitet sie. Darüber hinaus ist er Mitglied des Redaktionsausschusses der internationalen Zeitschrift Déviance et société sowie der Europäischen Forschungsgruppe zu Normativitäten (GERN). Schließlich ist er Chefredakteur einer sehr besuchten Website („Kriminalität, Justiz und andere gesellschaftliche Fragen“).
In seinen Forschungen kombiniert er statistische Methoden und Felduntersuchungen, um zu versuchen, die Realitäten zu objektivieren, indem er sich von den Darstellungen und Emotionen distanziert, die durch den gesunden Menschenverstand, politische Diskurse und die Medien vermittelt werden.