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Speakers
Von Disruption zu Handlungsfähigkeit

Jeroen Scheer

Jeroen Scheer ist internationaler Keynote-Sprecher über Transformation, Innovation und die Zukunft der Energie. Er hilft Führungskräften und Organisationen, Disruption in strukturelles Wachstum umzuwandeln.

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Keynote spreker
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Keynote spreker,

Themen

1. Führung von Transformationen in disruptiven Zeiten

Jeroen gewann 2024 den Preis ‚Most Innovative Leader‘ mit dem Slogan „Groß träumen, klein anfangen, vor allem: ANFANGEN“. Das beginnt mit echter Führung, und das bedeutet, dass Führungskräfte auch wirklich führen müssen.

Von Strategie zu Aktion: die Kluft überbrücken
Jeroen betont, dass eine Vision allein nicht ausreicht. Er verbindet die großen, abstrakten Herausforderungen großer Geschäftsmodelltransformationen und der Digitalisierung mit konkreten, umsetzbaren Schritten. Führung bedeutet, dass man das „Warum“ klar macht und Teams die Werkzeuge und Autonomie gibt, um das „Wie“ zu realisieren. Er zeigt, dass Veränderung kein E-Learning oder ein Memo ist, sondern ein Prozess, den man aktiviert, indem man Menschen direkt einbezieht und experimentieren lässt.

Der Mensch steht im Mittelpunkt technologischer Veränderungen
Obwohl er ein Experte in Technologie ist, stellt Jeroen den Menschen immer an die erste Stelle. Der Fokus liegt auf der Schaffung psychologischer Sicherheit, in der Teams lernen und leisten können. Sein Ansatz ist ‚Menschen zuerst‘, wobei er Führungskräfte aktiviert und Mitarbeiter mitnimmt, indem er sich auf Storytelling und gezielte Interventionen konzentriert, anstatt auf generische Veränderungsprozesse. In einer Welt voller aufkommender Technologien wie KI bleibt der menschliche Faktor entscheidend für den Erfolg.

Mutige und realistische Führung
Jeroen scheut sich nicht, den Status quo herauszufordern und schwierige Fragen zu stellen, wie „Sollten wir wirklich vom Gas weg?“, „Ist die Energiewende überhaupt machbar?“ oder „AIML ist ein überschätzter Hype, es ist alles halb so wild“. Er kombiniert seine Leidenschaft für nachhaltige Organisationsentwicklung mit einem realistischen Blick auf die Herausforderungen. Führung in disruptiven Zeiten erfordert Mut: den Kopf herausstrecken, außerhalb der traditionellen Rahmen denken und gleichzeitig die Realität des Hier und Jetzt nicht aus den Augen verlieren.

Der Kern seiner Botschaft ist, dass Führungskräfte in disruptiven Zeiten nicht nur eine Vision haben müssen, sondern auch Mut, Resilienz und die Fähigkeit, die menschliche Seite der Veränderung zu umarmen, um komplexe Transformationen wirklich erfolgreich zu machen.

2. Die Zukunft der Energie: den Kunden wirklich in den Mittelpunkt stellen, intelligent, flexibel und nachhaltig

Jeroen wird weltweit als einer der Führungskräfte anerkannt, die die Energiewende und die dafür notwendigen Veränderungen tiefgehend verstehen und erklären können. So wurde er als Mitglied von Al Gores Global Future Energy Leaders Gruppe eingeladen und hat verschiedene Patente, die die Energiewende ermöglichen, auf seinen Namen stehen.

Den Kunden endlich wieder in den Mittelpunkt des komplexen Energiesystems stellen
Im traditionellen Modell war der Kunde ein passiver Empfänger von Energie. Jeroen betont, dass dieses Modell längst der Vergangenheit angehört, obwohl viele traditionelle Energieunternehmen, Regulierungsbehörden und Netzbetreiber dies immer noch nicht verstehen wollen. Der Kunde der Zukunft ist ein „Prosumer“ oder „Flexumer“ — jemand, der nicht nur Energie bezieht, sondern auch produziert (zum Beispiel mit Solarpanels) und intelligent steuert (zum Beispiel mit einer Heimbatterie oder durch intelligentes Laden) und so hilft, das Netz zu entlasten und kostenlose Energie zu haben. Der Kern ist, dass der Kunde nicht nur ein aktiver Partner im Energiesystem wird: der Kunde ist die Lösung aller aktuellen Probleme, wenn wir dies richtig angehen. Dies gilt nicht nur für Verbraucher; auch (groß-)gewerbliche Kunden sind entscheidend, um die Energiewende erfolgreich zu machen. Und indem man hier führend ist, kann ein ganzes Land ein gesundes Wirtschaftswachstum durchlaufen. Für Energieversorger und -unternehmen bedeutet dies, dass sie sich von Produktlieferanten zu Dienstleistern und strategischen Beratern für ihre Kunden entwickeln müssen. Eine grundlegende Veränderung.

Daten und Technologie sind der Enabler, Flexibilität der Schlüssel
Die Energiewende dreht sich nicht nur um den Übergang von fossilen Brennstoffen zu erneuerbaren Quellen. Die eigentliche Herausforderung liegt im Ausbalancieren eines Netzwerks mit immer mehr schwankenden Quellen wie Sonne und Wind. Jeroen erklärt, dass Technologien wie intelligente Geräte, KI und Energiemanagementsysteme entscheidend sind. Damit können Kunden ihren Energieverbrauch und -produktion flexibel steuern, wodurch das Energienetzwerk im Gleichgewicht bleibt, ohne dass dafür groß angelegte Investitionen in die Infrastruktur erforderlich sind. Diese Flexibilität wird zu einem wertvollen Produkt an sich. Unternehmen müssen die Daten- und technologische Infrastruktur sehr schnell aufbauen, die dies ermöglicht.

Nachhaltigkeit ist eine gemeinsame Verantwortung
Jeroen betont, dass die Energiewende eine gemeinsame Verantwortung von Regierung, Wirtschaft und Kunden ist. Er zeigt, dass die Nachhaltigkeitsgeschichte eines Unternehmens nicht nur ein Marketinggespräch sein sollte, sondern ein integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Es geht darum, ein robustes und widerstandsfähiges Energiesystem zu bauen, das sowohl wirtschaftlich tragfähig ist als auch den Planeten schützt. Die unmittelbare Zukunft der Energie erfordert Transparenz, Zusammenarbeit und innovative Geschäftsmodelle, die nicht nur auf Gewinn ausgerichtet sind, sondern auch auf eine nachhaltige gesellschaftliche Wirkung.

Der Kern der Geschichte ist, dass wir nicht warten können, weil die Zukunft der Energie längst begonnen hat und viele Länder weit zurückliegen.

3. Die menschliche Seite von Innovation und Veränderung

Jeroen hat mit all seiner Erfahrung in Innovation gelernt, dass der Kunde, Mensch und Organisation zu oft und zu viel vergessen werden. Deshalb konzentriert er sich gerne auf die menschliche Seite von Innovation und Veränderung, wobei Loslassen und Vertrauen Schlüsselelemente sind.

Der Mensch steht im Mittelpunkt, nicht die Technologie
Jeroen betont, dass erfolgreiche Innovation nicht primär um die neueste Technologie geht, sondern um die Menschen, die damit arbeiten. Der Fokus sollte darauf liegen, eine Umgebung zu schaffen, in der Menschen psychologische Sicherheit fühlen, um zu experimentieren, Fehler zu machen und zu lernen. Ohne diese Grundlage wird selbst die beste Technologie scheitern. Er zeigt, dass man Veränderungen in Gang setzt, indem man Menschen direkt in den Prozess einbezieht, anstatt sie nur über formelle Kommunikation zu informieren.

Von Vision zu konkreter Aktion
Scheer ist Experte darin, die Kluft zwischen einer abstrakten Vision und der praktischen Umsetzung zu überbrücken. Er verbindet die großen, komplexen Fragestellungen der Transformation mit kleinen, umsetzbaren Schritten. Er lehrt, dass Führungskräfte ihren Teams nicht nur das „Was“ und „Warum“ erzählen sollten, sondern ihnen auch die Autonomie und die Mittel geben sollten, um selbst das „Wie“ zu entdecken. Dies verwandelt Mitarbeiter von passiven Empfängern von Veränderungen zu aktiven Mitgestaltern davon. Darüber hinaus gilt, dass ein klares und vor allem einfaches Innovationsprozess zum Erfolg führt.

Mut und Realismus in der Führung
Jeroen ist bekannt für seine Fähigkeit, den Status quo herauszufordern und konfrontierende Fragen zu stellen, wie ob die Energiewende realistisch ist und warum digitale Transformationen und Innovationen in mehr als 2/3 der Fälle scheitern. Er kombiniert seine Leidenschaft für Innovation mit einem nüchternen, realistischen Blick auf die Herausforderungen. Er lehrt, dass mutige Führung in disruptiven Zeiten bedeutet, dass man bereit ist, den Kopf herauszustrecken, außerhalb der ausgetretenen Pfade zu denken und gleichzeitig die Fakten und die Realität nicht aus den Augen zu verlieren. Dieses Gleichgewicht zwischen Ambition und Realismus ist entscheidend für Glaubwürdigkeit und um Menschen im Veränderungsprozess mitzunehmen. Das bedeutet, dass Führungskräfte wirklich lernen müssen, loszulassen. Kollektive Intelligenz gewinnt immer mit viel Raum für Menschen, die es wirklich verstehen und fühlen.

4. Von Vision zu Umsetzung: Transformation, die funktioniert

Jeroen hat viel Erfahrung darin, Visionen in konkrete Aktionspläne zu übersetzen, die wirklich funktionieren und Ergebnisse liefern. Dabei fragt er sich, warum viele Transformationen nicht die Ergebnisse liefern, die Führungskräfte wollen und erwarten. Und zieht die Schlussfolgerung, dass dieselben Führungskräfte selbst die Ursache des Scheiterns sind.

Fokus auf das ‚Warum‘, nicht nur das ‚Was‘
Jeroen betont, dass eine klare Vision entscheidend ist, aber dass das echte Transformieren damit beginnt, das ‚Warum‘ zu erklären. Warum ist diese Veränderung notwendig? Warum ist es dringend? Indem man die größere Geschichte und ihre Auswirkungen auf die Menschen kommuniziert, schafft man nicht nur Verständnis, sondern auch Engagement und ein Gefühl der Dringlichkeit. Die Vision wird dadurch kein abstraktes Konzept, sondern eine gemeinsame Mission, die motiviert, in Aktion zu treten.

Führung ist Kontext schaffen, kein Mikromanagement
Jeroen stellt fest, dass effektive Führung in der Transformation darum geht, den richtigen Kontext zu schaffen. Anstatt detaillierte Pläne von oben aufzuzwingen, muss man eine Umgebung schaffen, in der Teams die Autonomie und die psychologische Sicherheit fühlen, um zu experimentieren und zu lernen. Das bedeutet, dass man als Führungskraft Rahmenbedingungen setzt, Erwartungen ausspricht und die notwendigen Mittel bereitstellt, aber das ‚Wie‘ den Menschen überlässt, die die Arbeit tatsächlich machen. Dieses Vertrauen in Teams führt zu schnelleren und agileren Transformationen.

Aktion beginnt mit kleinen, konkreten Schritten
Große Transformationen können überwältigend sein. Scheer zerlegt diese Komplexität in handhabbare Teile. Er zeigt, dass effektive Umsetzung nicht mit einem groß angelegten, alles umfassenden Plan beginnt, sondern mit kleinen, konkreten Schritten und Experimenten. Indem man direkt mit Pilotprojekten beginnt und frühe Erfolge feiert, baut man Schwung auf, lernt schnell und kann den Kurs anpassen. Dieser pragmatische und agile Ansatz sorgt dafür, dass die Transformation nicht in endlosen Analysen stecken bleibt, sondern tatsächlich vom Boden kommt.

Groß träumen, klein anfangen, vor allem: ANFANGEN!

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