©F.P. van den Berg - WanderlustDoc
Floris van den Berg ist Hausarzt und Expeditionsarzt, aber auch Reisender und Träumer. Floris spricht unter anderem über Expeditionsmedizin und Gruppendynamik.
Floris van den Berg ist Hausarzt und Expeditionsarzt, aber vor allem auch Reisender und Vollzeitträumer. Während seines Medizinstudiums gründete er ein Veranstaltungsunternehmen und startete ein Fotostudio, um dann zu erkennen, dass seine wahre Leidenschaft nahe der Medizin lag, der Heilkunde. Als Expeditionsarzt arbeitete Floris auf Schiffen in der Arktis und Antarktis, begleitete den Weltrekord im antarktischen Schwimmen (Bhakti Sharma, 2015), arbeitete im Dschungel von Belize und Guatemala, an abgelegenen Orten in Nepal & Kambodscha und begleitete zweimal erfolgreich eine Gruppe auf den Kilimandscharo. Als Advanced Wilderness Life Support (AWLS) Ausbilder lehrt er Ärzte, wie sie medizinische Versorgung in extremen Gebieten leisten können. Immer auf der Suche nach ‚den Extremen‘ brach er im November 2015 für 13 Monate zu einer abgelegenen antarktischen Forschungsstation auf. Als erster Niederländer verbrachte er 400 Tage im Concordia Station, 9 Monate physisch von der Außenwelt abgeschnitten, 3 Monate Dunkelheit und Temperaturen bis -80°C.
In einer kleinen (französisch-italienischen) Überwinterungsgruppe von nur 12 Personen forscht er für die European Space Agency (ESA) zu den physischen und psychologischen Effekten von Isolation, Dunkelheit und Sauerstoffmangel. Vollständig autonom und ohne Möglichkeit der Hilfe von außen, zur Vorbereitung auf zukünftige langfristige Raumfahrtmissionen zum Mond, Mars und darüber hinaus. Was macht Isolation mit dem Menschen? Wie ist das Zeitgefühl in 100 Tagen ohne Sonne? Wie funktionieren Menschen in einer kleinen Gruppe und welchen Einfluss hat dies auf die Gruppendynamik?